Haltung im Haus mit Garten oder Grundstück
Diese Art der Haltung ist für den Saarloos, wie auch für andere große Hunderassen optimal. Im besten Fall ist das Haus oder ein Bereich dessen für den Hund frei zugänglich und ebenerdig, da ständiges Treppensteigen (vor allem hinunter) immer ein Risiko für Wirbelsäule und Gelenke darstellt. Das Grundstück muss ausreichend gesichert sein. In einigen Fällen sind über zwei Meter hohe Zäune mit Stromsicherung notwendig.
Der Aufenthalt auf dem Grundstück ersetzt natürlich keine Spaziergänge und Wanderungen. Täglicher Auslauf sowie soziale Kontakte zu anderen Hunden müssen täglich gewährleistet sein.
Haltung in Haus oder Wohnung ohne Grundstück
Diese Art der Haltung ist durchaus möglich und keineswegs Tierquälerei. Dabei spielt es auch keine große Rolle, ob das Heim 60 oder 120 m² besitzt. Wichtig ist, dass im Heim ausreichend Platz für Futterstelle, Schlafplatz usw. vorhanden ist. Es versteht sich von selbst, dass im Falle der Wohnungshaltung der mehrstündige (mind. 3 Stunden) Auslauf und die Pflege der Sozialkontakte gesichert sein müssen. Bei dieser Haltungsform ist natürlich auch ein Heim ohne viele Treppen von Vorteil.
Rudelhaltung im Großgehege
Sehr naturnah ist die Rudelhaltung im Großgehege. Die Hunde fühlen sich im Rudel sehr wohl. Natürliche Verhaltensformen kommen zum Vorschein. Das Gehege muss groß genug sein, ca. tausend m² sind notwendig. Die Rudelhaltung darf jedoch nicht dazu verleiten, soziale Kontakte außerhalb des Rudels und tägliche Spaziergänge zu vernachlässigen. Auch die Bindung zum Menschen darf unter dieser Haltungsform nicht leiden. Es ist nicht im Sinne des Erfinders eine Hunderasse zu züchten, die als Wildtierersatz dient.
Natürlich gibt es neben dieser drei auch sinnvolle Haltungsarten in ähnlicher oder kombinierter Form. Wichtige Punkte dabei sind:
- Gewährleistung der körperlichen Unversehrtheit des Hundes
- Familienanschluss - Bindung zum Menschen
- Gewährleistung des täglichen Auslaufes und geistiger Auslastung
- tägliche Sozialkontakte zu anderen Hunden und Menschen
Zwingerhaltung
Zwingerhaltung ist absolut inakzeptabel. Eine Art der Haltung, die für jeden Hund Leid bedeutet und beim Saarloos schwere Verhaltensstörungen zur Folge hat. Ein vorhandener Zwinger darf nur in absoluten Ausnahmefällen und für kurze Zeit genutzt werden. Es wird öfters gesagt, ein Zwinger vereinfache die Haltung eines Saarloos enorm, die Möglichkeit, einen Hund einfach mal schnell wegsperren zu können, verleitet jedoch häufig dazu, diese öfter zu nutzen, als unbedingt notwendig. Da der Hund im Zwinger ja beispielsweise nichts mehr zerstören und nicht mehr ausbüchsen kann, wird das Üben des Alleinbleibens vernachlässigt. Und da der Hund in der Stadt ja stressigen Situationen ausgesetzt ist, bleibt er halt besser im Zwinger. So können Hund und Halter in einen Teufelskreis geraten, der sich sehr negativ auf Psyche und Charakter des Hundes auswirken und letztlich zu Vereinsamung des Hundes führen kann.
Das Eingesperrtsein ist völlig wider der Natur des Saarloos und mit seinen Eigenschaften unvereinbar.
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